1984-1986, 120 x 140 cm, Öl auf Leinwand Dieses ist eines der ersten Wasserbilder, das völlig auf Figürlichkeit verzichtet. Es ist mit Eitempera gemalt, wurde aber später noch ganz leicht überarbeitet. Bei Arte, einem Film über Cezannes Badende, tauchten als zeitgenössische Verweise auch die Wasserbilder von Nikel auf.
2003, 30 x 35 cm, Öl auf Leinwand Formine liegt in der Nähe von Cannobio. Nikel reiste dort zum ersten Mal 1984 im Rahmen eines fachbereichsübergreifenden Symposium hin. Immer wieder malte er die Terrasse in Formine. Dahinter erstreckt sich der Blick über den Lago Maggiore, 30 km in die Schweiz und nach Italien.
2008, 220 x 200 x 100 cm, Stahl Diese aus readymades konstruierte Komposition hat mehr mit Collage und Zeichnung zu tun, als mit dem traditionellen bildhauerischen räumlichen Denken im klassischen Sinne, das auf Volumen- “ziehen” ausgerichtet ist. Diese “Installation” steht nun in Schöneberg, Kolonnenstr. 29 und hat nun eine wetterfeste Pulverbeschichtung.
1982- 2012, 120×150 cm Die ursprüngliche Version zeigte ein Paar auf einer Wiese im neoexpressionistischem Stil der heftigen Malerei der 80er Jahre in Berlin, der am Moritzplatz aufkeimte. Durch immer weiteres Experimentieren wurde die Leinwand immer dreidimensionaler, abbildhafte Figürlichkeit wurde zugunsten zufälliger Farbklänge geopfert, Leichtigkeit und Transparenz nahmen überhand.
2004, 60 x 120cm, Öl auf Leinwand
2006, 100 x 100 cm, Öl auf Leinwand Dieses leise, intuitive Bild entfaltet seine subtile Wirkung erst bei Tageslicht. Anders als bei Gerhard Richter ist die Bildfindung eher mit den Farben, als durch Planung und Überlegung entstanden. Rein zufällig boten sich am unteren Ende des Bildes reine Gelbtöne auf einem Wiesengrün an, das in bitterer Disharmonie zu dem wolkenschweren Sturmhimmel steht.
1986- 2012, 200 x 260 cm Die ursprünglichen Bildformate dieser Serie sind auf Formate gemalt, die Martin Strauss gebaut hatte. Ähnlich wie bei der Übermalung von Karl- Georg Pfahler überarbeitete Nikel die Hard Edge- Malerei der Konstruktivisten mit weichen, fließenden Formen. Das musste misslingen und ein wilder jäher Kampf von über 15 Jahren ließ dann Format und Bildaussagen reifen. Das Bild wird nie vollendet werden können und hat gerade deswegen seinen großen Reiz.
2005- 2012, Größe 50 x 70 cm, Öl auf Leinwand Die Beschäftigung mit den Wasserbildern endete in einem figürlichen Desaster. Figuren, die aus der Sehgewohnheit geboren wurden, schienen zunehmend banaler. Die Zerstörung und Auflösung war eine kleine Sensation und hat hier in ihrem violett- schwarzen Himmel ein Farbkompensationspaar zum gelben Etwas neben dem erdbeerroten Glied gebildet.
1996, 165 x 127 cm, Acryl auf Holz
2008- 2012, 60 x 50 cm, Öl auf Leinwand Dieses abstrakte Bild ist, indem die Figürlichkeit keine Rolle mehr spielt, eher wie ein Stillleben zu sehen. Hinweisend auf fast monochrome rote Bilder sind die Figuren eher wie Chiffren oder Schriftzeichen. Es geht um die Steigerung von reinen Rot- und Gelbtönen und deren Auflösung in die Fläche.
2012, 40 x 50 cm, Öl auf Baumwolle Dieses unwirkliche Abbild von der Erscheinung zweier Figuren, die nach dem Schrei von Munch sich wieder treffen und berühren wollen, lebt außerhalb von Denk- und Fühlnormen. Am rechten Rand ist “Aomame” in die Ölfarbe eingekratzt nach Murakamis Roman “IQ84″. Realitätsverschiebungen und Parallelwelten stehen hier sicher abbildhaft Pate.
40 x 50 cm, Öl auf Nessel
2003 – 2004, 60 x 50 cm, Öl auf Leinwand Dieses kleine, für den Maler einen persönlichen Höhepunkt bildende Gemälde, wirkt durch seine Unkompliziertheit, Weichheit und intuitive Bildfindung nach und nach tiefer und wie von Zauberhand gemacht. Wichtig sind das innere Licht und das daraus entströmende Wesenhafte, welches nach keinen Ab- oder Vorbildern strebte.
2002 – 2004, 50 x 60 cm, Öl auf Leinwand
1985- 1996, 155 x 210 cm, Öl auf Leindwand Dieses Bild, welches ursprünglich Karl- Georg Pfahler in strenger Neogeo- Manier malte (Art-magazin- Affäre- art 6/1986), wurde mehr als zehn Jahre solange verwandelt, bis reine Farbenergien, inneres Licht und die Erfahrung von Transzendenz mit offenen Augen ein organisches Fließen gebildet haben.
1998, 155 x 210 cm, Öl auf Leinwand Die Beschäftigung mit Marc Rothko veranlasste Nikel sich eigene Farbwelten zu erschaffen. Ähnlich wie Gotthardt Graubner versuchte er keine Farbraumkörper zu erstellen, sondern erschuf eine Farbflächenmalerei, die auf der Fläche das Rot dreidimensional im Raum schweben ließ. Dieses nie wieder erreichte, natürliche Schweben und die kraftvolle Pinselführung sind wegen ihrer Mildheit und Entschlossenheit eine Erweiterung der gestischen Malerei von der Fläche zum Volumen.
2007, 280 x 110 x 110 cm, Stahl Ursprünglich ist diese Installation aus zerbrochenen Stuhlbeinen und Figurenfragmenten zu einer Kompositionsimprovisation, ähnlich einer japanischen Touche- Zeichnung, ohne Ziel im Hier und Jetzt entstanden. Die musikalische Leichtigkeit, die den bleischweren Stahl zum Fliegen brachte, erweitert den Begriff der modernen Plastik, obwohl Reste von traditionellen Scherenschnitten, die im 19ten Jahrhundert üblich waren, hier neu zur Anwendung kommen. Zu finden in Berlin- Schöneberg, Kollonnenstr. 29 (Kunst am Bau).
1998, 100 x 150 cm, Öl auf Leinwand Es ist sehr schwer, ein reines Gelb zu malen, ohne dass es kitschig und angestrichen erscheint. Die Beschäftigung mit Stahl machte es aber leicht, mit Formelementen, die wie dreidimensionale Objekte aus dem Bildraum entgegenkamen, eine neue Parallelwirklichkeit entstehen zu lassen, die nicht abbildhaft war. Es sollte auch kein neuer Surrealismus oder eine Zukunftsvision dargestellt werden, sondern eine Bildfindung, die beseelt von Natürlichkeit, findet und nicht sucht.
2007, 150 x 160cm, Öl auf Leinwand Die Beschäftigung mit gegenstandsloser Landschaftsmalerei ist ein fast religiöser Akt. Dadurch, dass unsere moderne Gesellschaft von Nicht- Glauben und Nicht- Hoffen durchflutet ist, möchte der Künstler sinnbildhaft eine aktive Fläche erstellen, wo der Betrachter nicht mehr nach Fragen und Antworten sucht.
2003, 152 x 158 cm, Öl auf Leinwand Dieses fast quadratische Bild hatte seine ursprüngliche Basis auf der linken Bildseite. Durch Drehung im Uhrzeigersinn entstand nun völlig selbstverständlich und natürlich die eigentliche soghafte Komposition. Die taubenblaue Lasur (Tropenregen) weist noch kurz nach der Vollendung auf ihre einstige Bildposition hin.
1984, 154 x 140 cm, Öl auf Leinwand Übermalung von Karl- Georg Pfahler (Affäre art 6/ 1986)
2006, 150 x 158 cm, Öl auf Leinwand
1999, 110 x 234 cm, Öl auf Leinwand Mit Hanya beginnt das uralte Sutra im Zen- Buddhismus. Das japanische Schriftzeichen für “Mensch” ist hier stark interpretiert in einen roten Weg verwandelt. Mensch, Weg und Landschaft bilden eine Einheit.
2008, 120 x 180cm, Öl auf Leinwand
1998-2001, 115 x 155 cm, Öl auf Leinwand Zwischen Opaken und Lasurflächen ist ein surreales, landschaftliches Gemenge an Farbflächenmalerei ohne Abbild, Vorbild und Ziel entstanden. Der gestaltete Raum ist von rhythmitisierenden Pinselstrichen charaktesiert, die die Lebensfreude und die unterschiedlichen reinen Gelbtöne so lebendig wie möglich hervorbringen wollen. Wir lesen in der westlichen Welt ein Bild von links nach rechts. kurz vor dem rechten Ende das schwarze Loch, Weltall oder Eingang ins Unbewusste. Der Betrachter wird unweigerlich dort landen und wie in einer Sanduhr vielleicht nach und nach hindurchrieseln. Dahinter, nachdem er den freien Fall des Raumes passiert hat, tut sich eine andere Welt auf.
2008, 80 x 120 cm, Öl auf Leinwand
2008, 80 x 110 cm, Öl auf Leinwand Mit dem Listros- Projekt ist Nikel in Begleitung von fünf anderen Künstlern und äthiopischen Jugendlichen in eine Gefahrensituation gekommen. Um ein Haar wären sie auf einer Bergstrasse den Abhang abgestürzt.
1985, 110 x 92cm, Öl auf Baumwolle Dieses Object trouvé inspirierte Nikel durch seine Bauform, weil es asymmetrisch und mit dachlatten von einem unbekannten Kunststudenten gebaut worden war. Sergej Spitzer (für den Nikel 1984 assistierte) fand die Bauform der Rückseite interessant. Nun hatte Nikel ein Problem: Wie kann die Malerei mit der form so mitgehen, dass sie vielleicht die russischen Konstruktivisten huldigt, aber nicht kopiert? So entstand dieses sonnige Selbstporträt seiner Psyche am Wasserfall von Formine.
1984, 300 x100 cm, Öl auf Leinwand Im Hintergrund ist noch en face ein Badender zu sehen. Die Bildfindung schien Nikel zu banal und er machte Skizen von dem schreitenden Martin Lammert im Attelier von Fußmann.
1989, 30 x 110cm, Öl auf Leinwand
2004, 32 x 32 cm, Öl auf Holz Hier ein Beispiel von aufgelöster Abbildhaftigkeit. Der rote Keil ist schon Objekt im Raum. Der Rahmen ist mit arabischen Zeitungen collagiert. Im Volksmund taucht der Begriff auf, nicht nur der Esel ist goldgelb, sondern auch seine Sockelfläche scheint eine angedeutete Goldplatte zu sein.
2002, 200 x 140 cm, Öl auf Leinwand Die modernen Badenden oder lüsternen Nackten unter freiem Himmel sind immer wieder Thema zur Untersuchung des Menschenbildes in unserer heutigen Gesellschaft. Dadurch, dass wir durch Werbeplakate überflutet werden von Sex und Nacktheit ist diese Szene in barrocker Manier eines Nicolas Poussin gestaltet.
1986, 100 x 107 cm, Öl auf Leinwand Goethe sagte mal zu der Farbe Schwarz “Schwarz vertiefte Finsternis” – Wie kann ein farbiges Schwarz lebendig gestaltet werden, ohne depressiv zu wirken? Wolfgang Max Faust behauptete, als er Nikels schwarze Bilder sah: “Ich sehe die Bilder eines alten Mannes, komisch, aber das Gesicht ist noch so jung.”
1999, 116 x 160cm, Öl auf Leinwand Der Akt der geschlechtlichen Vereinigung, wenn die Augen geschlossen sind. kann eine Menge Bilder und Fantasien freisetzen.
1987-1988, 200 x 150 cm, Öl auf Leinwand Traditionelle religiöse Zeremonien kommen zunehmend aus der Mode. Früher sind die Menschen in die Kirche gegangen, um in der Gemeinschaft Gottes Wort zu hören. Heute muss eine himmlische Gemeinschaft zu dem Rezipienten kommen, um ihm ein Äquivalent an Glauben anzubieten. So wird dieser Verlust kompensiert.
2002, 70 x 100 cm, Öl auf Leinwand, Privatsammlung
1998- 2012, 165 x 165 x 45 cm Das Konterrelief von Wladimir Tatlin (1916) ist der Beginn von gegenstandslosen. abstrakten Untersuchungen im dreidimensionalem Raum. Marcel Duchamp erweiterte den Kunstbegriff mit dem Begriff des “readymade”. Nikel, stets mit Objekten und Architekturmodellen beschäftigt, verarbeitete über einen längeren Zeitraum immer wieder gefundene Stücke und komponierte sie wie in einem Musikstück zu einer großen Orchestersuite.
2007, 110 x 240 cm, Öl auf Leinwand Die Huldigung von William Turner, der hier nur entfernt Pate stand, veranlasst Nikel eine fast gegenstandslose, abstrakte Malerei im Raum mit einer fast monochromen Farbpalette zu evozieren. Nähe und Ferne, dynamische Pinselstriche und Gestisches werden hier zu einem großformatigen Konglomerat von Leichtigkeit vereint.
2008, 90 x 90x 90 cm, in Bewegung, Stahl
2005, 60 x 80cm, Öl auf Leinwand Nicht nur David Hockney nahm sich den klatschnassen Körpern im Pool an, sondern auch Nikel beschäftigte sich seit seiner Studienzeit und der Auseinandersetzung mit Cézannes Bildern mit Fließen und Fließen-lassen von Farbe. Blau steht für tiefe Gefühle und steigert die Konzentrationsfähigkeit des Betrachters. In der Farbpsychologie steht es auch für Süße. Wie kann die Süße aus diesem sinnlichen Thema herausgenommen werden und trotzdem noch die gesamte Hingabefähigkeit an das Material Farbe erhalten bleiben? Haptische und psychologische Momente werden in diesem Kleinod illusorisch zur Verschmelzung gebracht. Die Auflösung von Körper und Raum, von Farbe und Umfeldfarbe soll hier von größtmöglicher Leichtigkeit durchfühlt werden und wird immer wieder in ganzen Themenzyklen behandelt.
2008, 80 x 110 cm, Öl auf Leinwand Nikels Lieblingsmodel beim Shoppen am Tana- See in Äthiopien.
1984, 110 x 160cm, Öl auf Pappe Auf diese zufällig gefundene Holzpappe entstand die Improvisation eines sich berührenden badenden Pärchens bei Nacht. Der Schein des Mondes auf der Wasseroberfläche wird allein aus dem Farbton des Untergrundes gewonnen und bezieht sich so unmittelbar auf die Aquarellmalerei von Cézanne.
1986-2011 125 x 240 cm, Öl auf Leinwand Das konstruktivistische object trouvé von Martin Strauss wurde in 25-jähriger Detailarbeit immer wieder komplett übermalt. Das spricht nicht unbedingt für Qualität, wenn ein Künstler sich zu einer schlüssigen Bildfindung durchringen kann. Es spricht aber für Qualität, sich nicht vordergründig zu schnell mit einem gewagten Bildformat zufrieden zu geben. Die Probleme mit Komplementärkontrasten und sich im nicht klar definierten Raum bewegenden Figuren konnten durch die Herausnahme von zu grellen Neonfarben langsam gelöst werden.
2002, 60 x 50 cm, Öl auf Leinwand Rainer Fetting malte sich oft in der Manier als Van Gogh. Nikel wollte gerne ein expressives Selbstbildnis schaffen ohne am Abbild und an irgendwelchen Vorbildern zu kleben. Als Kompensation nahm er die mintgrüne Hintergrundfarbe zur Unterstreichung seines Selbstverständnisses. Der sonnengelbe Brustbereich betont den nachhaltigen Wunsch nach innerem Licht. Das Kopflicht (headlight) entsteht aus dem Untergrund heraus, durchdringt seinen ganzen Kopf und lässt seine Wangen erröten.
ca. 70 x 70 x 70 cm, Stahl